Laut einem Bericht von „The Economist“ befinden sich die Gesundheitssysteme vieler reicher Länder trotz der Entspannung der COVID-19-Situation näher am Zusammenbruch als je zuvor seit Beginn der Pandemie. Die Zeitschrift hat eine Vielzahl von Statistiken aus verschiedenen Ländern analysiert, um ein Bild von der aktuellen Lage zu zeichnen. Insbesondere in Großbritannien ist der National Health Service (NHS) stark belastet. Die Wartezeiten für ambulante Notfälle, einschließlich Schlaganfall- und Herzinfarktpatienten, haben sich von durchschnittlich 20 Minuten auf über eineinhalb Stunden erhöht.

Auch in anderen Ländern gibt es ähnlich beunruhigende Trends. Eine globale Umfrage von Ipsos zeigt, dass die Zufriedenheit mit lokalen Gesundheitsdiensten in nahezu allen reichen Ländern zurückgegangen ist. In Italien beispielsweise sind die Wartelisten für nicht dringende medizinische Untersuchungen wie Brustultraschall in manchen Städten auf bis zu zwei Jahre angestiegen.

Selbst in Ländern mit reichen und kompetenten Gesundheitssystemen wie der Schweiz und Deutschland gibt es Engpässe bei der Intensivpflege. In Singapur hat sich die Wartezeit in Polikliniken von neun auf dreizehn Stunden erhöht. Die USA schneiden im Vergleich besser ab, erleben jedoch auch eine zunehmende Belegung von Krankenhausbetten und Belastung der pädiatrischen Stationen.

Diese Probleme sind nicht auf mangelnde Finanzierung zurückzuführen. Die Gesundheitsausgaben in den OECD-Ländern liegen nahe bei 10% des BIP, wobei 18 der 20 Länder mit Daten für 2021 mehr pro Person ausgaben als je zuvor. Die Herausforderung scheint eher in der Effizienz zu liegen. In vielen Bereichen wird trotz höherer Mitarbeiterzahlen weniger geleistet.

Eine zusätzliche Belastung für das Gesundheitswesen ist die Erschöpfung des Personals nach drei anstrengenden Jahren. Die Produktivität hat zwar abgenommen, ist aber nicht in dem Maße eingebrochen, wie es nötig wäre, um das Chaos zu erklären. Der wahre Grund für die Probleme scheint in der explodierenden Nachfrage zu liegen. Durch die Lockdowns wurden viele Erkrankungen nicht diagnostiziert und behandelt, und nun holen die Menschen die Versäumnisse nach. So ist die Zahl der Krebsdiagnosen in Italien im Jahr 2020 im Vergleich zu den Vorjahren um etwa 40% gesunken.

Zusammengefasst steht die Gesundheitsversorgung vor einer großen Herausforderung: Die Nachfrage nach medizinischer Hilfe steigt, während die Systeme unter einer Kombination aus Pandemiefolgen und strukturellen Ineffizienzen leiden.

Hier ist die Quelle: https://www.economist.com/finance-and-economics/2023/01/15/why-health-care-services-are-in-chaos-everywhere 

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